Ein kleiner, kulinarischer Überblick.

Unsere 463-Region kann man durchaus als eine Wild-Gegend bezeichnen – zumindest, wenn man sich nach den Karten der örtlichen Restaurants richtet. Fast überall werden die verschiedensten Gerichte und die köstlichsten Variationen von Wild angeboten. Doch was macht Wild so besonders? Und sollte man es selbst einmal ausprobieren?

„Vom Reh zum Rebhuhn“

Aber zunächst – was ist Wild eigentlich genau? Wie der Name schon nahelegt, wird so das Fleisch von frei lebenden Tieren genannt, die durch Jäger gejagt und erlegt werden. Dazu gibt es sehr genaue Regeln: Nur dem Jagdrecht unterliegende Arten kommen dafür in Frage; und jede davon hat bestimmte Jagd- und Schonzeiten. Für viele Arten steht jetzt bald die Hochsaison an – der Zeitpunkt, sich der Köstlichkeiten (wieder) anzunehmen, ist also perfekt.

Wild hat eine große Bandbreite an Sorten und Geschmäckern zu bieten, denn jedes Tier hat seine eigene, individuelle Note. Bestimmt denkt jeder sofort an das klassische Haarwild. Dazu zählen etwa Reh- oder Rotwild; oder auch an zarte, junge Wildschweine, Hasen und Kaninchen. Zum Federwild gehören dagegen zum Beispiel Fasan, Rebhuhn oder Wildente, die auch gerne als Festtagsessen aufgetischt wird. Ganz exotisches Wild, das in unserer Region in aller Regel nicht zu jagen ist, sind beispielsweise Krokodil, Strauß oder Känguru.  

„Wild in all seinen Variationen“

Übrigens hat Wildfleisch auch einige ganz entscheidende Vorzüge vor unserem herangezüchteten und „gewöhnlichem“ Schlachtvieh: Mehr Bewegungsfreiheit und keine Zufütterung durch den Menschen sorgen für einen geringeren Fettanteil im Fleisch. Es enthält aber die gleichen hochwertigen Eiweiße und ist außerdem eine hervorragende Quelle von Vitamin B12 und leicht verwertbarem Eisen. Dazu kommt natürlich noch der typische, intensive und unverwechselbar würzige Geschmack, der viele Wildfleischsorten auszeichnet. 

In welcher Form kann man dieses köstliche und gesunde Fleisch denn zu sich nehmen? Selbstverständlich gibt es zahlreiche Möglichkeiten, Wild zuzubereiten und zu kombinieren: Die Kreativität in den Küchen wird immer größer. Doch es bestehen auch einige klassische Varianten, die man immer wieder findet – und das aus gutem Grund. Überaus beliebt ist etwa die Kombination mit Obst, besonders Preiselbeeren, Orangen oder Birnen. Genauso mögen viele ihr Wild mit einheimischen Pilzen zubereitet.

Alleine schon das Fleisch selbst kann auf zahlreiche verschiedene Weisen verarbeitet werden. Von Würsten und Trockenfleisch über Pasteten oder Terrinen bis hin zu köstlichem Wildragout oder Schnitzel ist so gut wie alles dabei. Genau wie das „normale“ Fleisch kann man Wild auch als Braten im Ofenrohr schmoren oder als Medaillon nur ganz kurz und schnell anbraten. Es lohnt sich, jede Variante einmal auszuprobieren!  

„Das passende Drumherum“

Wer das Geschmackserlebnis perfekt machen will, der sollte übrigens auch noch auf eine passende Getränkeauswahl achten. Besonders zu empfehlen: edler, kräftiger Rotwein. Der passt so gut zu Wild, dass er nicht nur dazu gereicht wird; nein, oftmals ist er auch Bestandteil der Soßen oder das Fleisch wurde vorher darin eingelegt. Alternativ eignet sich auch Bier dazu, wobei es aber ein dunkles und besonders würziges sein sollte.

Haben wir Ihren Wildhunger wecken können? Dann hier noch ein kleiner Hinweis zum Schluss: Selbstverständlich kann man Wild auch zu Hause zubereiten. Die private Beschaffung birgt jedoch häufig einige Risiken, besonders, was die Hygiene angeht – dazu gibt es scharfe Bestimmungen, Wildschweinfleisch unterliegt etwa der Trichinenschau. Besser ist es, sich erst einmal in einem guten Restaurant ein gutes, fachgerecht und professionell zubereitetes Stück zu bestellen. Und zum Glück haben wir viele davon in unserer Region! 

 

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