Starke Volley-Girls: Eine für alle

Es war die dritte und erfolgreichste Saison in ihrer Vereinsgeschichte: Seit 2013 mischen die Skurios Volleys Borken in der 2. Damen-Volleyball-Bundesliga mit und steigern sich seitdem stetig. Was hinter dem Erfolg der Mannschaft steckt, die nun mit Veränderungen umgehen muss – die 23-jährige Kapitänin Lena Nelke hat es uns verraten.

Mit einem grandiosen Tabellenplatz drei haben die Skurios Volleys die Saison 2015/2016 Anfang April beendet und genießen nun ihre wohlverdiente Saisonpause. Drei Monate, die für die Spielerinnen ganz wichtig sind. „Man braucht die Pause einfach, um gedanklich vom Sport abzuschalten und dann ab Juli wieder frisch ins Training zu starten“, erklärt Lena Nelke, bildschöne Kapitänin der Mannschaft. Kein Wunder, dass die 23-Jährige während dieser Zeit einen kleinen Ausflug in die Modelbranche gewagt hat. Sie und drei ihrer Team-Kolleginnen posierten völlig naturtalentiert, cool und lässig für unser 463-Modeshooting im Landhaus Voshövel (siehe Seite 58). Auch dieses Ergebnis wieder: grandios!

»Zickereien kein Problem«

Allzu lange allerdings werden es die jungen Frauen wohl nicht ohne einander und vor allem nicht ohne den Sport aushalten. Während der Saison – also von September bis April – verbringen die 14 Spielerinnen im Alter von 16 bis 31 so gut wie jeden Tag miteinander. Beim Training viermal die Woche ebenso wie bei den Spielen an den Wochenenden. „Wir sehen die Mannschaftsmitglieder öfter als unsere eigenen Familien und Freunde. Das schweißt zusammen“, schmunzelt Nelke, die bereits seit sieben Jahren in der ersten Mannschaft der Skurios Volleys spielt. Wer so viel Zeit miteinander verbringt, kennt die gegenseitigen Stärken und Schwächen gleichermaßen. Zickereien bleiben zwar auch hier nicht aus. Doch das kriegen die Skurios-Mädels nach eigener Aussage schnell in den Griff.

„Unsere große Stärke ist die Stimmung in der Mannschaft“, schwärmt Lena Nelke. „Wenn eine von uns ein Tief hat, baut man diejenige gemeinsam wieder auf. Mit kleinen Gesten, aufmunternden Worten und genau dem Rezept, das bei derjenigen Person auch greift. Nicht jeder kann den sogenannten »Tritt in den Hintern« gut vertragen. Man muss jede anders anpacken.“

»Neue Saison – neuer Trainer«

Diese Stimmung aber wird künftig stärker denn je auf die Probe gestellt werden. Zum einen werden sieben Spielerinnen zur neuen Saison nicht mehr im Kader vertreten sein. Aber auch sonst ist nicht nur beim Pritschen, sondern auch in Motivationsfragen Fingerspitzengefühl gefragt. Zentrale Herausforderung für den neuen Cheftrainer Chang Cheng Liu. Er wird das Team in die neue Saison führen. Liu war lange Jahre Trainer des Erstligateams vom Moerser SC und selber Olympiateilnehmer 1984. Er ist mehrfacher Asienmeister und sollte eigentlich 2013 die Damen-Nationalmannschaft Chinas als verantwortlicher Trainer übernehmen. Aber es kam anders, sodass er sich nun um die sportliche Zukunft der Borkener Volleyballerinnen kümmern wird.

Doch deren Ziele seien gar nicht so hoch gesteckt, verrät Kapitänin Lena Nelke, die – wenn sie gerade einmal nicht auf dem Spielfeld steht – als Bankkauffrau in Coesfeld arbeitet und nebenbei ein duales Management-and-Finance-Studium absolviert: „Natürlich möchten wir an das gute Ergebnis der vergangenen Saison anknüpfen. In erster Linie aber wollen wir einfach Spaß in der 2. Liga haben und mit Leidenschaft Volleyball spielen!“

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