Die Herausforderungen „volley genommen“

Das Volleyball-Team des TuB Bocholt agiert erfolgreich in der 2. Bundesliga.

Seit mehr als einem Jahrhundert gibt es den Verein „Turner und Ballspieler Bocholt 1907 e.V.“, in Bocholt kurz als „TuB“ bekannt. Eines seiner großen sportlichen Aushängeschilder ist die Herren-Volleyballmannschaft, die bereits seit mehreren Jahren in der 2. Bundesliga spielt. Das Konzept hinter der Mannschaft und ihren Auftritten hält Chancen auch jenseits des rein Sportlichen bereit …

„Die Ganzjahres-Sportler“

Wer beim Stichwort „Volleyball-Mannschaft“ allein an Volleyball denkt, der greift zu kurz: Das Jahr in der Volleyball-Abteilung des TuB gliedert sich in zwei Phasen – sommers zeichnen sich die Aktiven auch bundesweit und international im Beachvolleyball aus, winters treten sie als Volleyballer in der Bundesliga an.

„Das befruchtet sich gegenseitig“, erklärt Team-Manager Sven Böhme. „Genauso, wie sich unsere Kräfte insgesamt auf zwei große Bereiche fokussieren, die sich gegenseitig unterstützen: auf den Erfolg der Bundesliga-Mannschaft, klar, aber auch und mit besonderem Nachdruck auf die eigene Jugendarbeit.“ Deren Erfolg kann man seit Jahren auch jeweils am Kader der Bundesliga-Mannschaft ablesen: Nachwuchskräfte aus den eigenen Reihen bilden stets ein Rückgrat des Teams.

Selbst nicht so sport-affine 463-Bewohner haben wahrscheinlich schon von Kathrin Holtwick, Niklas Rademacher oder Ben Stoverink gehört beziehunsgweise gelesen – alles Namen aus dem Verein. Doch der Ruf der Volleyball-Abteilung des TuB geht weit über Bocholt hinaus: In seinem Metier gilt er als bester NRW-Verein im männlichen Jugend- und Herrenbereich. Deutschlandweit betreibt kein Verein so intensives Beachvolleyball. Kein anderer gewann mehr NRW-Meisterschaften, zehnmal wurde man bereits Deutscher Meister und hat mehrere Nationalspieler hervorgebracht. Kein Wunder, dass dem TuB zu Beginn dieses Jahres der Landesleistungsstützpunkt des Landessportbundes problemlos um weitere vier Jahre verlängert wurde.

„Wir haben zudem ein ausgezeichnetes Verhältnis zu Vereinen, Trainern und Spielern in den Niederlanden“, berichtet Henk Heusingveld, Marketingberater der TuB-Volleyballer, und lächelt etwas schief. „Wenn wir da an etwas zu knacken haben, dann sind es nicht die Aktiven, sondern die Ablösesummen, die zwischen den Verbänden vereinbart sind.“

„Idealisten und Persönlichkeiten“

Sven Böhme nickt und seufzt. „Volleyball ist weiterhin sehr olympisch“, meint er, „in dem Sinne, dass das System noch leistungs- statt geld-gesteuert ist. Bis hinauf zur 2. Bundesliga gibt´s nur Aufwandsentschädigungen, reinen Idealismus und Sportsgeist … nur mit Engagement und Opferbereitschaft ist das machbar. Doch damit kommen wir bestens klar. Mit dem Erreichen der 1. Bundesliga müssten wir unsere Strukturen komplett umstellen, was wir seitens des Vereins daher nicht anstreben.“

Das hohe Maß an Idealismus ist den Auftritten der TuB-Volleyballer anzusehen: großer sportlicher Einsatz, wenig Show drumherum – die Leistung spricht für sich.

Aus dem Feuer, das hier entsteht, ergeben sich zum einen Chancen für den Einzelnen, das heißt für die Spieler: Denn Volleyball – gerade auf diesem hohen Niveau – ist auch ein gutes Stück Persönlichkeitsentwicklung, unter anderem durch die Förderung von Lern- und Teamfähigkeit, von Einsatzbereitschaft und Belastbarkeit sowie durch einen professionellen Umgang mit unvermeidbaren eigenen Fehlern. Das Meistern der Doppelbelastung von Sport und Beruf, vor allem auch die Leistungen vieler TuB-Akteure jenseits des Felds, sprechen da für sich. Zum anderen können aber auch Dritte dieses entzündete „Feuer“ für sich nutzen …

„Große Chance für Sponsoren“

Die erkennbar gute Arbeit, die bei den TuB-Volleyballern geleistet wird, hat seit vielen Jahren einen stabilen Unterbau: ein durchdachtes und überzeugendes Sponsorenkonzept.

Henk Heusinkveld: „Unser Ziel ist es, die tollen Imagewerte des Bundesligasports mit denen des jeweiligen Unternehmens zu verbinden und Begeisterung zu schaffen. TuB-Bundesliga-Volleyball ist jung, dynamisch, zukunftsweisend, fair, spannungsgeladen, positiv, cool … – das ist greifbar und lässt sich nutzen.“

Mehr als ein Dutzend verschiedene Möglichkeiten dazu listen allein die Sponsoren-Unterlagen auf. „Unser Trumpf und der Schlüssel zum Erfolg“, so Sven Böhme, „sind allerdings eine absolut individuelle Beratung und darauf basierende, maßgeschneiderte Pakete für jeden Sponsor.“

Zu denen gehören bereits jetzt etwa zwei Dutzend Unternehmen verschiedenster Größenordnung und aus unterschiedlichen Branchen. Letzter, ganz aktueller Neuzugang unter den Sponsoren ist übrigens Kentucky Fried Chicken, kurz: KFC, die berühmte Fast-Food-Kette.

„Sichere Basis – vielversprechende Zukunft!“

Hinter und über allen erfolgreichen Aktivitäten der Volleyballer ist natürlich auch immer der ebenso traditionsbewusste wie hervorragend ausgestattete Verein TuB Bocholt 1907 e.V. als Ganzes zu spüren. Er wartet mit beeindruckenden Zahlen auf: Gut 5.000 Mitglieder trainieren 21 Sportarten in zehn Abteilungen, der Verein verfügt über drei Fußball- und acht Beachvolleyball-Felder, zehn Tennisplätze, Leichtathletikanlagen, drei Boule-Bahnen und vier Dartscheiben, dazu über ein Sport-Gesundheits-Zentrum mit Fitness-Studion und fünf Gymnastikhallen sowie einen Bewegungskindergarten.

„Der Verein ist der sichere Boden, auf dem wir als Volleyballer stehen“, sagt Sven Böhme. „Aus dieser Position lässt sich bestens nach vorne schauen.“ Und wie: Soeben hat man beispielsweise den renommierten Trainer Henk Goor verpflichten können, der aus dem Nachbarland Erfahrung in allen Spielklassen mitbringt. Parallel dazu kamen eine Reihe neuer Spieler zur ersten Mannschaft, erfahrene wie der Ex-Erstliga-Spieler Lennart Bevers oder der US-Profi Nick Niemiec ebenso wie frische Kräfte, darunter Thomas Eickelberg und Mathis Fahrland, die der Arbeit des Vereins entspringen.

Vor diesem Hintergrund ist es erklärtes Saisonziel der TuB-Volleyballer, sich trotz der starken Mitbewerber auf einem Platz im vorderen Mittelfeld behaupten zu können und nicht um den Abstieg zittern zu müssen. Ein ambiotiniertes Ziel, wie der bisherige Saisonauftakt zeigt! Unser Tipp: Erleben Sie das unbedingt live … lassen Sie sich anstecken … und wer weiß, wie groß die Liebe werden kann. 

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