Es gibt sie noch, die echten Erfolgsgeschichten. Eine davon schreibt gerade Bellen Transporte International, während der Krise in Borken gegründet, mittlerweile auch in Bocholt ansässig – und auf steilem Weg nach oben.

2008 war kein gutes Jahr für die Logistikbranche. Gemeinsam mit Sohn Patrick machte sich Jürgen Bellen trotzdem selbständig, biss sich durch und konnte jetzt eine Umsatzverdopplung für das letzte Geschäftsjahr vermelden. Der Erfolg lässt sich darauf zurückführen, dass an gleich mehreren Stellen die richtigen Weichen gestellt wurden.

»Marktvernetzung von Bocholt aus«

Der letzte große Schritt in der Firmengeschichte liegt noch kein Jahr zurück: Im November 2014 eröffnete das Unternehmen Bellen eine Außenstelle in Bocholt. „Strategisch günstig im Industriepark“, wie Detlef Burggraf berichtet, der die Bocholter Dependance als
Business-Development-Manager führt, „und in direkter Anbindung an einen unserer Kunden.“
Doch Bocholt war von Anfang an mehr als ein „Ableger“ und entwickelte eigene Schwerpunkte. So konzentriert man sich hier auf Konzepte und Strategien zur Unternehmensentwicklung, auf Verkauf und Beratung. Burggraf: „Wir sind als Team extrem flexibel und haben eine gute Marktübersicht. Damit sehen wir uns in der Region als Bindgeglied zwischen Industrie und Handel auf der einen Seite und unseren Transport-, Speditions- und Logistikstandorten in Bocholt und Borken auf der anderen – eine Art Marktvernetzer, wenn man so will.“

»Schlüssel zu Europa: Palletways«

Die hervorragende Entwicklung des Unternehmens hat viel zu tun mit Palletways, einem britischen Paletten-Distributionsnetzwerk, das seit 1994 kontinuierlich wächst und zum aktuell größten in Europa aufgestiegen ist. Im Frühjahr 2013 schloss sich Bellen diesem Netzwerk an – der Beginn eines rasanten Aufschwungs: von monatlich 600 Paletten in 2013 auf gut 1.400 Paletten in 2015 … Tendenz weiter
steigend.

Palletways lieferte Bellen eine optimale Anbindung an die europäischen Märkte – Bellen übernahm für Palletways Deutschland bereits ein Jahr nach Eintritt ins Netzwerk die Fuktion eines Regional-Hub für die Benelux-Länder. Parallel dazu baute Palletways seine Strukturen weiter aus, expandierte 2014 nach Österreich und 2015 nach Polen, Rumänien, Bulgarien und ins Baltikum: 20 Länder sind mittlerweile Teil des Netzwerks und damit in direkter Reichweite auch von Bellen.

„Palletways zeichnet sich unter anderem durch den Einsatz modernster IT-Technik aus“, erläutert Detlef Burggraf. „Wir bieten zudem eine palettisierte, nicht standardisierte Versendung, was auch ungewöhnliche Maße von Gütern abdeckt. Und wir setzen auf seitliche LKW-Beladung am Standort Borken sowie im Deutschland-Hub im Raum Kassel: Das macht nicht nur den Umschlag schneller und flexibler – es führt vor allem auch zur niedrigsten Schadensquote in der Branche! Alles Punkte, die bereits zu mehreren internationalen Auszeichnungen führten und Kunden unterschiedlicher Größe und aus verschiedensten Branchen glücklich machen …“

»und wächst und wächst...«

Nach diesem Erfolg sah es anfangs nicht aus. Vater und Sohn Bellen gründeten das Unternehmen in 2008 mit gerade einmal zwei LKWs auf einem Grundstück auf dem Gelände der ehemaligen Hendrik-de-Wynen-Kaserne in Borken.

Zunächst boten sie lediglich Transportleistungen an, bald schon kam die Lagerlogistik auf eigenem Gelände hinzu (heute an zwei Standorten mit bis zu 10.000 qm Kapazität) und schließlich der Einstieg ins Speditions- und Stückgut-Geschäft, das mit dem Eintritt bei Palletways und der 24-/48-h-Abdeckung aller Postleitzahlen in Deutschland mit mittlerweile über 30 Mitarbeitern plus zwei Auszubildenden seinen vorläufigen Höhepunkt fand.

„Natürlich sind wir zufrieden mit dem Erreichten“, fasst Burggraf zusammen, „aber wir wollen hier nicht stehen bleiben.“ Expansionsmöglichkeiten sieht er sowohl im Kern­­geschäft– dem Stückgut-Netzwerk-Verkehr sowie den Teil- und Komplettladungen für regionale Unternehmen – als auch in bislang weniger forcierten Angeboten wie der Beschaffungslogistik: „Im konsequenten Ausbau unserer Distributionsstrukturen sowie in der zunehmenden Internationalisierung und der Digitalisierung der Netzwerksysteme – Stichwort Stückgut 4.0 – liegen für uns noch große Potenziale … und damit auch für unsere Kunden, die direkt davon profitieren.“

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