„Wenn der (Rocka-)Billy abgeht … “

Neue Töne aus der Region! Die Rebel Tell Band reißt mit ihrem ganz eigenen Ding die Zuhörer von den Sitzen – und legt noch mal einen heftigen Zahn zu.

Ihre wahren Namen sind – wie sie selbst sagen – „eher Schall und Rauch“, aber wenn Frank, Daniel, Billy und Aeilko die Bühne betreten, dann ist alles Schall. Und Party natürlich, kein Halten mehr … sie geben sozusagen der Stimmung ihre Stimme.

Die zwei Herren aus Wesel, der Holländer und ihr Bocholter Gitarrist Billy sind die Rebel Tell Band. Und die ist gerade mächtig im Kommen.

„20 Jahre Bandgeschichte“

Dabei gibt es die Band seit mehr als 20 Jahren! Auf der Bühne sind sie eine Naturgewalt, vor allem, seit sie sich ab 2013 darauf fokussiert haben, deutsche Titel – von Schlager bis Deutsch-Pop und -Rock – in ihrem sehr eigenständigen Rockabilly-Stil zu covern. Bei diesem Sound verbindet sich die hohe Bekanntheit und Beliebtheit der Originale mit dem unverwechselbaren Sound und dem gnadenlosen, spürbaren Fun der Band zu einer Wucht, die schwerer zu vergessen ist als eine Dampframme auf dem linken Zeh. Ja, drei CDs hat die Rebel Tell Band bereits herausgebracht, aber die Stärke dieser Gruppe liegt ganz klar im Live-Auftritt …

„Eine Art Intro“

Die Rebel Tell Band war immer schon experimentierfreudig und hatte bereits einiges ausprobiert, als ein Bocholter Produzent vorschlug, einen deutschen Schlager zu covern. Die Band entschied sich für „Tausend mal belogen“ von Andrea Berg, nahm eine höchst eigenwillige Version auf und drehte noch ein Video dazu. Song und Video kamen eben dieser Andrea Berg unter – und sie war begeistert! Sie rief an und lud die Rebel Tell Band als Vorgruppe für ihren Auftritt auf ihrem „Heimspiel” Ende 2013 ein: Das war der Startpunkt einer neuen, überaus dynamischen Entwicklung.

Zunächst stiegen die Booking-Anfragen deutlich an, und mit jedem Auftritt gewannen die Vier neue Freunde und neue Bekanntheit. 2014 und 2015 wurden es immer mehr Gigs. Vorübergehend wurde das zur Herausforderung, denn aus privaten Gründen konnten sowohl der damalige Schlagzeuger als auch der Gitarrist die Anzahl der Auftritte nicht weiter bewältigen, sie stiegen aus.

Für sie wurde jedoch vollwertiger „Ersatz“ gefunden: Aeilko ist seitdem Schlagzeuger der Rebel Tell Band, Gitarrist Billy Löwe (37) kam Ende Januar 2016 dazu … und das fast schon zufällig, denn zum einen war der selbständige Unternehmer mit seiner Medien Agentur „li:on“ in Bocholt erfolgreich, zum anderen war Schlagermusik eigentlich überhaupt nicht sein Steckenpferd. Doch ein für alle Seiten überzeugender, spaßiger Studio-Gig brachte die Wende. 

„Wer hat´s gepusht? Die Schweizer!“

Auch und gerade in frischer Besetzung ging es weiter aufwärts, die neuen Vier fanden sozusagen nahtlos zusammen. Etwa 50 Konzerte gaben und geben sie in 2017, für das nächste Jahr peilen sie ca. 100 Auftritte an und, wer weiß, vielleicht sind es dann 200 in 2019? Einige Termine sind jedenfalls schon bis 2021 gebucht, das stimmt optimistisch.

Anfang diesen Jahres brachte ihre Tourmanagerin Saskia – sie betreute unter anderem schon Brian Setzer von den Stray Cats und machte das Tourmanagement für diverse amerikanische Künstler – die Rebel Tell Band in Kontakt mit der Stargarage in der Schweiz. Diese Künstleragentur gehört zu den bedeutenden im Business. Hier werden beispielsweise die Schweizer Konzerte von Andrea Berg, Andreas Gabalier, der Kelly Family, usw. oder Künstler wie Vincent Gross, Trauffer und weitere große Namen betreut – und nun seit etwa zehn Monaten eben auch die Rebel Tell Band.

Die profitiert seither stark vom Vertrauen, der Unterstützung und dem Netzwerk der Stargarage. So sind die Jungs gerade erst zurück von einem Auftritt mit Mickie Krause, Die Amigos, Vanessa Mai und Matthias Reim …

„Die Crossplayer“

Hm, Schlager und Rockabilly – wie verträgt sich das denn musikalisch? Billy lacht. „Wir haben vor allem großen Respekt vor der Professionalität Anderer, egal aus welcher Stilrichtung die kommen. Man sieht sie auch mit anderen Augen, wenn man die Menschen dahinter kennenlernt, ebenso liebenswerte wie professionelle Typen … selbst wenn sie klassische Schlager machen.“ Er grinst.

„Unser eigenes Ding ist eher »Auf die Fresse«-Rock `n´ Roll, straight, heftig, mit Dampf. Nix für die Schublade, aber für die Bühne. Da sollte man eigentlich denken, dass so ein Crossover von Schlager und Rockabilly was ganz Spezielles ist und deswegen nur ganz Wenige anspricht. Aber das genaue Gegenteil ist der Fall: Wir sehen das gut am Riesenspektrum der Anfragen und an der breiten Altersgruppe der Fans. Bei den Events ist wirklich alles dabei zwischen Schlagerparade und Hard Rock Festivals, schon kurios.“

„Impressionen 2017“

Das Spektrum, das Gitarrist Billy erwähnt, machte schon das Jahr 2017 bunt und einmalig. Da spielte die Rebel Tell Band beispielsweise zwei Wochen auf einem Kreuzfahrtschiff vor Afrika und heizte den Gästen zusätzlich zur Sonne mächtig ein … oder man trat beim bislang größten Band-Konzert vor etwa 30.000 Zuschauern zusammen mit Trauffer und Andreas Gabalier im schweizerischen Birrfeld auf … oder feierte Erfolge als fast schon traditionelle Vorband von Andrea Berg auf deren „Heimspiel“ in Kleinaspach und auf der Waldbühne in Berlin.

„Und dann“, meint Billy, „gibt es da noch die besonderen Konzerte, wie zum Beispiel das in Vetschau, einem kleinen Ort nahe der polnischen Grenze. Wo ein paar Leute vor Ort sind, alles okay und easy – aber plötzlich schwillt die Menge an und kaum, dass wir auf der Bühne sind, springt der Funke auf diese Riesenbesucherschaft über, und die feiern und jubeln und singen, und keiner will eigentlich jemals mehr aufhören damit. Wow.“

„The next stage“

All die großen, bunten, wilden Eindrücke, die fördern die Sehnsucht nach dem anderen Leben. Dazu kommen die endlosen Stunden im klapprigen Tourbus, sie führen ein Team wie die Vier plus ihre Tourmanagerin schon eng zusammen. Keine Frage, aus professioneller Zusammenarbeit ist längst Freundschaft geworden.

„Unser Merchandising wird gerade professionalisiert“, berichtet Billy zum Abschluss, „es entstehen sogar erste Fanclubs – wie geil ist das denn? Wenn man von hier nach vorne schaut und mal guckt, was wir für Ziele haben, dann ist klar: mega erfolgreich zu sein, sodass wir alle davon leben können … unseren Traum.“

 

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